Das Ende der Welt

Ja, ich habe es gefunden: Das Ende der Welt. Und ich kann euch sagen, dass es dort verdammt nebelig ist. Und kalt. Und egal wo man hingeht, man gelangt immer zum Wasser oder in die Schweiz, wenn man Pech hat.
Der geneigte Leser wird nun schon die Stirn gerunzelt haben und es wird ihm dämmern: Ich rede natürlich von einer der südlichsten Städte Deutschlands, Konstanz, wo die Winter nebelig aber die Sommer wunderschön sind. Die letzten Tage habe ich dort verbracht, was mit dem Hin- und Rückweg ziehmlich genau 1000 km auf den treuen Hufen meines Polos macht. Der Grund ist euch sicherlich auch klar, mein Studium ist zu Ende und somit bin ich gezwungen mir um meine weitere Zukunft Gedanken zu machen. Beziehungsweise, die Gedanken habe ich mir schon gemacht und so nebenbei, während ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, habe ich Telefonate geführt, eMails in alle Welt (und das meine ich wörtlich) geschickt und Internetseiten, sowie Publikationen studiert. Übrig geblieben sind nur wenige Optionen und eine dieser (und mit Abstand auch meine beste) ist eben Konstanz, genauer gesagt der Lehrstuhl für molekulare Genetik an der Universität. In Heidelberg konnte ich letzten Sommer schon Kontakte dahin knüpfen und das hat sich nun bewährt, denn das Angebot, meinen PhD dort zu machen, habe ich. Nun muss ich mich nur noch entscheiden, aber da es wie gesagt eh mein bevorzugtes Ziel war, gibt es nicht mehr allzu viel zu überlegen. Die Kollegen sind supernett (aber das wusste ich ja schon von dem Meeting) und das Thema ist nicht so weit weg von meiner Diplomarbeit, meine Frösche werden mir also erhalten bleiben. Abgesehen davon wurde der Lehrstuhl Anfang letzten Jahres erst umgebaut und komplett neu eingerichtet und Konstanz gehört außerdem zum Netzwerk der Eliteunis. Über schlechte Ausstattung oder mangelnde finanzielle Mittel brauche ich mir also keine Sorgen zu machen. Ich werde wohl dementsprechend zusagen… Der nächste Abschnitt meines Lebens findet somit am Bodensee, direkt an der Grenze zur Schweiz statt, und ihr werdet weiterhin mehr oder weniger live dabei sein ;)
So schnell kann es gehen.

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 13. Januar 2009 um 16:49 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Konstanz, Me abgelegt. Folgende Tags wurden dabei verwendet , , . Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

4 Reaktionen zu “Das Ende der Welt”

  1. Argent23 sagt:

    Darf man dann schon für die neue Stelle gratulieren? Ich mach mal *händeschüttel*, *schulterklopf*!

    Zu welcher Gruppe kommst du denn genau? Mayer?

  2. caesar sagt:

    Ich hab noch nix unterschrieben, aber zumindest zugesagt.
    Genau, ich werde in der Gruppe von Thomas Mayer anfangen, da die ja auch im Xenopus System arbeiten. Thematisch geht es weiter mit Meiose und der Charakterisierung von xErp1 als F-Box Protein und SCF-Funktion in Meiose allgemein. So ein bisschen was aus meiner DA werde ich wohl also doch verwenden können, denn ein Teil dabei war ja auch die Arbeit mit xErp1. Das begann zwar nur als Nebenprojekt, hat sich zum Ende hin aber doch sehr verselbstständigt, und das fand ich zum Schluss wesentlich interessanter als Securin.

  3. flash sagt:

    Musst du jetzt eigentlich den Untertitel deines Blogs ändern? (Back to Bayreuth)

  4. caesar sagt:

    Ich hab mir schon ein wahnsinnig tolles Wortspiel überlegt :mrgreen:
    Aber das kommt natürlich erst, wenn ich dann auch in Konstanz bin, was wohl noch bis März dauern wird.