Spiegel in der Dunkelheit

Neulich habe ich mal wieder eine interessante Entdeckung beim U-Bahn-fahren gemacht (ich glaube, das werde ich echt vermissen, wenn ich nicht mehr hier bin). Ein jungen Mann, vielleicht 18 oder 19, stieg ein, setzte sich aber nicht hin, obwohl genug frei Plätze da waren. Er stand also in dem Bereich vor der Tür rum. Nach einiger Zeit, als die U-Bahn grade mitten in einem Tunnel zwischen zwei Stationen war, fing er an vor der Tür herum zu zappeln. Es sah extrem putzig aus, zumal ich zuerst nicht wirklich erkennen konnte, was er da tut. Mir fiel dann auf, dass er sich an den Klamotten zupft und die Haare richtet. Wie Warum macht er das, war mein erster Gedanke? Vielleicht hat er ein Date und der Eindruck ist ihm wichtig? Auch wenn das schon arg oberflächlich ist, ich lege da eigentlich nie Wert drauf. Aber vielleicht wird es deshalb mit den Frauen nix? Wobei, wenn sie selbst so oberflächlich ist, ist sie nichts für mich. Aber ich schweife ab.
Und erst da habe ich bemerkt, dass man die Scheiben der U-Bahn auch gut als Spiegel gebrauchen kann. Drinnen ist es hell, im Tunnel dunkel, so dass die Scheiben das Licht reflektieren können und man sich, sowie die Umgebung sehen kann. Normalerweise nutze ich diesen “Effekt” ganz unbewusst, denn die Leute direkt an zu starren und zu beobachten ist ja doch auffällig. Also schaue ich quasi ins Dunkel hinein, sehe sie aber trotzdem. Dass man das aber auch bewusst verwenden kann, um sich zu stylen, war mir neu.
Seitdem sehe ich die Spiegel in der Dunkelheit in einem ganz anderen Licht…

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 16. Oktober 2008 um 21:07 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Me, München abgelegt. Folgende Tags wurden dabei verwendet , . Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

Kommentarfunktion ist deaktiviert