Die Woche des Froschs

Mein Gott, schon wieder Montag. Am besten, ich versuche gar nicht mehr dran zu denken, denn jeder Montag weniger, heißt eine Woche weniger bis zur Abgabe. Man sollte Montage abschaffen.
Meine Augen fühlen sich an, als hätte ich den ganzen Tag ferngesehen, dabei saß ich nur vorm Mikroskop und habe Xenopus-Oocaten sortiert. Das resultiert nun in fantastischen Kopfschmerzen. Abgesehen davon, ist der Froschraum klimatisiert (eigentlich auf 18°C, es war aber kälter als im “Kühlschrank”, der laut Anzeige 15,4°C hatte), was im Sommer zwar ganz angenehm ist, im Winter aber echt kalt wird. Eigentlich dachte ich, dass ich auf Grund er äußeren Temperaturen schon gut angepasst bin, was meine Kleidung betrifft, allerdings hilft nach vier Stunden sitzen in der Kälte auch keine zweite Jacke über dem Laborkittel mehr. Tee schaffte da Abhilfe, auf den Rum habe ich leider verzichten müssen, sonst wären wohl mehr Eier falsch positiv gewesen. 124 habe ich nun, da der Schwund der ganzen Prozedur doch beträchtlich ist. Geschätzt 1000 hab ich aus dem Frosch entfernt, davon befindet sich aber nur gut 1/6 in der richtigen Phase (sogenannten Stage VI Oocyten), alle anderen sind nicht zu gebrauchen. Macht positiv geschätzt also 200, die ich nach dem ersten Aussortieren noch hatte. Dann weiter behandeln (nach meiner geheimen Spezialmethode, die ich in mühevoller Kleinarbeit nach den ursprünglichen Protokoll modifiziert habe, was zwar nun wesentlich länger dauert, die Arbeit hinterher aber deutlich vereinfacht) und anschließend Auspacken. Wieso, weshalb, warum habe ich hier ja schonmal beschrieben. Allerdings gehen dabei auch immer nochmal gut 1/3 kaputt, da sie so klein und empfindlich sind, dass man nur mal leicht mit der Hand zittern muss und es ist vorbei. Jeder Eierlauf auf einem Kindergeburtstag ist da wirklich ein Kindergeburtstag gegen. Und eben auch alles unter dem Mikroskop, was es doppelt anstrengend macht.
Genug gejammert. Die Eier werden mich nun noch die ganze Woche begleiten, denn zum Glück halten die sich ein bisschen. Und Samstag muss mal wieder Party sein, denn zufällig gibt es im Backstage zum CD-Release des neuen Rise Against Albums eine dazugehörige Veranstaltung. Und wie die aufmerksamen Leser dieser netten Seite wissen, gehören die Punkrocker von Rise Against zu meinen Lieblingen. Somit ist das nächste Album für die CD-Kritik natürlich auch schon festgelegt…

Der Beitrag wurde am Montag, den 6. Oktober 2008 um 20:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Me, Montag, München abgelegt. Folgende Tags wurden dabei verwendet , , . Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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