10th DGZ Young Scientist Meeting
At first, I will thank the organizers for inviting me to this great meeting.
Da bin ich also nun endlich zurück. Oder eigentlich schon seit Donnerstag spät in der Nacht, aber die Müdigkeit hatte mich noch fest im Griff. Ich habe mir schon viele Gedanken gemacht, wie ich diesen Artikel jetzt aufbauen soll, allerdings scheint mir eine chronologische Abfolge am besten, alles andere würde nur für mehr Verwirrung sorgen.
Der Start war am Dienstag für 11 Uhr angesetzt, so dass man vorher noch ein bisschen arbeiten konnte, Western beenden, Zellen splitten, Kram eben. Wir hatten uns entschieden mit zwei Autos zu fahren, letztendlich wäre der Zug wohl aber die bessere Wahl gewesen, da es eine direkte ICE-Verbindung nach Heidelberg gibt, so das wir nichtmal hätten umsteigen müssen. Nunja, wir hatten uns einmal drauf eingestellt mit dem Auto zu fahren und der Weg verlief auch erstaunlich ereignislos. A96, A7, A6, A5, insgesamt nur ein bisschen mehr als 4 Stunden, aber auch nur, weil wir es vermieden haben die A8 zu benutzen. Somit waren wir gegen halb vier im Hotel am Bahnhof in Heidelberg. Ein typisches Meeting und Durchreisehotel, kein großer Komfort, aber das Frühstück war sehr gut. Die Einteilung der Zimmer wurde vom Hotel vorgenommen, so dass es eine Überraschung war, mit wem man nun im Zimmer landet. Allerdings haben sie sich scheinbar schon nach der Herkunft der Leute gerichtet, so dass die meisten von uns auch zusammen mit jemandem aus der Arbeitsgruppe waren. Ich natürlich nicht. Mein Zimmergenosse war ein Australier, der auch hier vom MPI kommt, allerdings aus einer anderen Abteilung. Macht aber nichts, lustig war’s trotzdem. Um 17 Uhr war der erste Vortrag angesetzt, so dass wir ganz gemütlich vom Hotel zum Kongresszentrum des DKFZ laufen konnten, was nicht wirklich weit war und da es in Heidelberg angenehm warm war (zumindest im Vergleich mit München), konnten wir das nach der langen Fahrt sogar genießen. Ich hätte nicht gedacht, dass der Neckar (oder die Neckar?) ein so großer Fluss ist, irgendwie habe ich so einen kleinen Bach wie den Roten Main in Bayreuth erwartet. Nach Kaffee, der dringend nötig war, und kleinen Snacks kamen auch schon die ersten vier langen Vorträge. Die Themen werde ich nicht wiederholen, wen es interessiert, kann sich ja im Programm schlau machen. Auf jeden Fall war es schon sehr interessant und hat Lust auf mehr gemacht. Das anschließende get together mit/am Buffet hat dann gleich mal für einige Überraschungen gesorgt, da auch Leute da waren, die ich kannte. Zwei PhD’s aus Bayreuth, die ich von meiner HiWi-Zeit am Genetiklehrstuhl noch kenne, waren auch anwesend, was natürlich für ein großes Hallo gesorgt hat. Irgendwann mitten in der Nacht ging es dann wieder Richtung Hotel, wobei an viel Schlaf nicht zu denken war, den Bahnsteigansagen sei dank…
Soviel Kaffee wie ich am Mittwoch hätte gebrauchen können, hätte es wahrscheinlich im ganzen Kongresszentrum nicht gegeben, trotzdem habe ich heldenhaft durchgehalten und mir wirklich gute Vorträge angehört. Neben langen Präsentationen hatten auch einige PhD’s die Möglichkeit in rund 15 Minuten ihre Arbeit vorzustellen, was teilweise noch interessanter war, als die eigentlichen Vorträge. Da merkt man eben doch den Unterschied zwischen den Leuten, die wirklich noch im Labor stehen und denen, die die Labore leiten. Die erste Postersession war ein bisschen peinlich, da natürlich jeder fragt, was man denn eigentlich so macht, nachdem man sich hat das Poster erklären lassen und ein bisschen diskutiert hat. Doof, wenn man dann noch nichts zum vorzeigen hat… allerdings waren die meisten Anwesenden eh Doktoranten und keine Masterstudenten oder Diplomanten. Endsprechend sind da natürlcih auch mehr zeigbare Ergebnisse vorhanden, als wenn man grade mal 4 Monate an einem Thema arbeitet. An diesem zweiten Abend gab es leider kein Buffet, so dass wir mit einigen anderen Leuten die Innenstadt Heidelbergs unsicher gemacht haben. Insgesamt bin ich recht angetan von dieser Satdt, da ich denke, dass man dort sehr gut forschen kann (DKFZ, Uni, Klinikum, EMBL…), aber gleichzeitig ein schönen Leben haben kann, da das Nachtleben durchaus einiges zu bieten hat und nicht so ausgestorben wie Bayreuth ist, aber auch nicht so überlaufen wie München. Außerdem ist das Wetter dort ganzjährig besser als anderswo, immerhin gibt es dort ja auch guten Wein.
Donnerstag hielt sich die Müdigkeit erstaulicherweise in Grenzen. Vom Ablauf her war es ähnlich den vorherigen Tagen, was aber wirklich gut organisiert war, da dieser Wechsel zwischen langen Vorträgen, kuzen Talks und Pausen mit Postersessions einen nie hat irgendwie langweilig werden lassen. Die letzte Postersession habe ich dann noch genutzt um mit jemandem zu reden, die an einem ähnlichen Thema arbeitet wie ich und deren Arbeitsgruppe außerdem gut mit unserer befreundet ist, da unsere beiden Chefs zusammen studiert haben. Es wäre ganz schön, wenn sich dieser Austausch fortsetzen könnte, da ich denke, dass es uns beiden was bringt. Außerdem möchte ich ja nach meinem Abschluss nicht in Bayreuth bleiben und das MPI hier in München reizt mich auch nicht so sehr, dass ich diesen Kontakt ja vielleicht mal irgendwie in die Richtung noch nutzen kann.
Dann war es auch schon fast schon vorbei und mit vielen guten Ideen, vielen Eindrücken und viel neuem Wissen haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Es war ein wirklich schönes Meeting und wenn man so wie ich zum erstem Mal dabei ist und nicht gleich selbst irgendwelche Verpflichtungen hat (wie ein Poster zu präsentieren), kann man das alles viel besser auf sich wirken lassen und es vielleicht auch mehr genießen. Es war anstrengend, aber hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der Austausch mit anderen Leuten, die an ähnlichen Themen arbeiten und deswegen zumindest ein bisschen Ahnung von deiner eigenen Arbeit haben oder sich ein Bild davon machen können, ist wahnsinnig produktiv und spannend. Nächtes Mal werde ich dann auch selbst was zum vorstellen haben.
Um 23 Uhr bin ich dann totmüde in mein Bett in München gefallen und wollte den ersten Satz dieses Textes vorerst nicht mehr hören. Denn auch wenn die Themen noch so unterschiedlich, aber dennoch spannend, waren, wenn man eines immer vorhersagen konnte, so war das der Beginn eines jeden Vortrags, was irgendwann auch nur noch für Erheiterung gesorgt hat…
Um genau zu sein, es ist der Neckar!
Mitte Oktober werd ich auch mal wieder Vorträge anhören, diesmal darf ich zum ersten Mal auch ein Poster machen.
Deswegen sah das die ganze Zeit so komisch beim schreiben aus…