Studiengebührenumfrage

Seit der Einführung der Studiengebühren vor einiger Zeit gibt es immer wieder rege Diskussionen über Rechtmäßigkeit und Sinn. So hat Hessen ja bekanntermaßen die Gebühren wieder gestrichen, nachdem sie nicht mit der Landesverfassung in Übereinstimmung zu bringen sind.
Nichts desto trotz sind Studiengebühren nunmal da und die Unis müssen sehen, wie sie am Besten damit umgehen. Die Regelungen sind da sehr vielfältig und unterscheiden sich von Uni zu Uni. Nun möchte ich ein bisschen für Bayreuth in die Presche springen, denn immerhin habe ich ja dort studiert und bin mit den Regelungen dort durch meine Fachschaftsarbeit recht gut vertraut. So ist die Mitbestimmung über die Gelder zu einem wichtigen Instrument des studentischen Konvents geworden, denn anders als bei vielen Unis, können die Bayreuther Studenten aktiv über die Verwendung ihrer Gebühren mitentscheiden.
Dass das vielleicht doch nicht so schlecht ist, auch wenn es am Anfang zu sehr viel Chaos in Bezug auf Zuständigkeiten und was weiß ich nicht noch alles gegeben hat, zeigt sich in der Auswertung des neusten Gebührenkompass. Dieser ist eine Umfrage unter Studenten allen 54 Hochschulen, die Studiengebühren verlangen, über die Zufriedenheit mit der Verwendung der Studiengebühren. Und in dieser Umfrage hat Bayreuth nach der Auswertung und dem Vergleich mit den anderen Unis Platz 1 belegt, was also kurz gesagt bedeutet, dass die Bayreuther Studenten im großen und ganzen mit derVerwendung der Studiengebühren an ihrer Uni zufrieden sind.
Allerdings sollte man das genauer betrachten, denn eine Note 3,75 (Durchschnitt 4,57) ist auch nicht grade so toll. Immerhin 43,4% (Platz 3) der Studenten konnten eine Verbesserung durch Studiengebühren feststellen und 45,28% (Platz 9) erwarten dass wegen der zur Verfügung stehenden Studiengebühren die Uni jetzt weniger Mittel vom Freistaat bekommt. 24,53% (Platz 10) fühlen sich über die Verwendung ausreichend informiert (das ist eine Sache, die an die Studenten recht schwer zu kommunizieren ist, da die Veranstaltungen, die über die Verwendung informieren oft nur spärlich besucht sind, wie ich aus eigenen Erfahrungen weiß). 49,06% sind gegen Studiengebühren (Platz 51) und 51,89% (Platz 54 und damit der letzte Platz) befürworten eine Abschaffung der Studiengebühren. Im Vergleich: In Hildesheim (Platz 1) befürworten 91% eine Abschaffung.
Im Grunde sind die Ergebnisse also nicht berauschend und man sollte sich als Studienanfänger sicherlich gut überleben, wo man beginnt, aber ich denke auch diese Auflistung, könnte einen Teil zur Entscheidung beitragen. Wenn schon Zahlen, dann wenigstens auch sinnvoll, nicht?

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 26. Juni 2008 um 20:51 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Bayreuth, Uni abgelegt. Folgende Tags wurden dabei verwendet , , . Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

Kommentarfunktion ist deaktiviert