Minus Eins
Jetzt bleiben mir noch 5 Wochen im meinem Praktikum um mein Projekt abzuschließen. Die erste Woche ging so rasend schnell vorbei, das ist echt unglaublich. So viele neue Sachen, so viel gelernt, so viele Leute. Aber egal, was bei rum kommt, ich denke mal, ich werde auch in meiner Diplomarbeit damit weitermachen. Fragt nicht weiter nach, das ist so komplex, ich hab es selbst noch nicht so ganz durchschaut. Außerdem könnte ich euch aber eh nichts erzählen, da der aktuelle Forschungsprozess und -stand natürlich nicht unbedingt so öffentlich werden sollte, wie es hier der Fall wäre. Ich kann euch aber sagen, dass Froscheier eine ganz blöde Erfindung sind, denn die sind einerseits viel zu klein um ordentlich damit zu arbeiten, mögen außerdem am liebsten so um die 18°C (was bei 25°C Außentemperatur nicht so angenehm ist) und sind zweimal verpackt. Warum ich das sage? Nunja, man muss sie eben dadurch zwemal auspacken bevor man sie verwenden kann und das ist bei einer Größe von vielleicht 1 mm nicht grade so einfach. Und schon gar nicht, wenn man vor Kälte anfängt zu zittern.
Von München hab ich immernoch nicht so sehr viel mehr gesehen, als am Mittwochabend. Wenn man das so zusammenfassen kann, dann besteht München für mich momentan nur aus U-Bahn-Schächten und Bushaltestellen. Wobei ich mich damit eigentlich schon ganz gut auskenne, nur die Logik der Abfahrtszeiten leutet mir nicht so ganz ein. Entweder bekommt man den Anschluss nur wenn man sich arg beeilt, oder man muss viel zu lange warten. Aber weil das jeden Tag unterschiedlich ist, ich aber jeden Tag hier mit der gleichen U-Bahn losfahre, versteh ich das irgendwie nicht. Wahrscheinlich ist das alles Absicht um mich zu verwirren.
Gestern war ich aber wirklich noch auf dem Kettcar-Konzert, trotz viel Arbeit, Müdigkeit und seltsamer Fahrzeiten. Und ich bereue es wirklich nicht, denn es war richtig schön. Viele neue Lieder haben sie zwar gar nicht gespielt, dafür aber alle alten guten Songs. Vielleicht 4 neue und den Rest der fast 90 Minuten alte Klassiker. Die Halle war mit 2000 Leuten auch schon gut voll, aber eben nicht so, dass man nichts mehr sehen konnte. Bei Balkon gegenüber hat die Band nicht eine Zeile gesungen, sondern nur gespielt, der Text kam vom Publikum. Überhaupt hab ich fast alle mitsingen können und sowas ist normal nicht mein Fall, denn ich hab mir wichtigeres zu merken als Songtexte, aber Kettcar bleibt einfach im Ohr und kommt nicht mehr aus dem Kopf. Im Vergleich zum letzten Konzert also ganz anders, auch wenn es alleine längst nicht so viel Spaß macht, wie mit Freunden zusammen.
Ich glaub, meine Wäsche ist fertig, denn dazu bin ich die ganze Woche auch nicht gekommen…