Bloody Mary
Tomatensaft hab ich noch nie gemocht. Und auch Pfeffer, Salz und Wodka ändern daran nichts. Es schmeckt einfach nicht.
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem gleichnamigen Film, den ich gestern Abend gesehen hab. Wobei die Story für einen Horrorfilm gar nicht so schlecht ist. Aber die Syncro, die Syncro! Grausamst, billigst, unanhörbar. Ich weiß nicht ob die Originalfassung besser ist, aber zu hoffen ist es. Eine so falsche Aussprache und Betonung hab ich noch nie gehört.
Hat man sich jedoch einmal daran gewöhnt und die ersten Lachkrämpfe überwunden, entfaltet sich eine recht spannende Story. In den Kellergewölben einer Psychatrie hängt ein alter Spiegel, von dem böse Mächte ausgehen. Diese manifestieren sich in Form der Bloody Mary, einer ehemaligen Patientin der Einrichtung, die eigentlich schon 30 Jahre tot ist. Sie war zu ihrer Zeit in ihr Spiegelbild verliebt und konnte sich den ganzen Tag darin betrachten, nahm man ihr den Spiegel weg, wurde sie agressiv. Nun, die Bloody Mary hat einige junge (und recht hübsche) Mädels in ihren Bann gezogen, die nun ihre Mordlust stillen sollen. Gleich ganz am Anfang verschwindet Nicole und ihre Schwester Natalie macht sich auf die Suche nach ihr und kommt so dem ganzen Geheimnis auf die Spur. Die Ärzte der Psychatrie wissen wohl was über die Bloody Mary, wollen ihr aber nicht wirklich helfen. Ein Patient hängt da irgendwie auch noch mit drinne und dann sind da ja auch noch diese Mädels (allesamt Schwestern der Klinik), die auch ihren Teil dazu beitragen. Nach und nach sterben viele Leute und ihre Augen fehlen bei den Leichen. Das Verschwinden der Leute wird jedoch nicht weiter beachtet, sondern die Suche konzentriert sich weiter auf Nicole. Die Augen tauchen später im Medizinschrank von einem der Ärzte auf, wie gesagt der hängt da auch mit drinne. Die Kommunikation der Mädchen mit Bloody Mary erfolgt über jegliche Art von Spiegeln, was recht interessant gemacht ist. Mary taucht immer dort auf wo spiegelnde Gegenstände zu finden sind und verrichtet ihr blutiges Werk. Warum die Opfer meist nackt sind, kann ich mir zwar nicht erklären, aber zumindest ist es schön anzusehen. Zum Schluss zerstört Natalie den Spiegel im Kellergewölbe und der ganze Spuk hat ein Ende. Bis dahin entwickelt sich aber wirklich ein recht interessanter Plot, den ich für Gruselfreunde nur empfehlen kann. Zumindest wenn man die grausame Syncronisation überhören kann.