6 Tage, 5 Nächte und 4 Betten - Milano

Eigentlich hatte ich schon am Neujahrstag ein wenig Zeit um eine Kleinigkeit zu schreiben, aber da die Postition am Toaster so unbequem war, hab ich es verschoben. Aber der Reihe nach.

Am letzten Freitag ging es recht früh los. Der Flieger sollte 8:20 Uhr in Nürnberg starten, eine Stunde eher dazu sein ist sicherlich nicht schlecht und da man von hier so ungefähr 45 min braucht, haben wir 6:30 Uhr angepeilt. Treffpunkt war die Uni, also musste ich auch erstmal dorthin kommen. Da ich aber keine Lust hatte mein Auto dort so lange stehen zu lassen, bin ich mit dem Rad hingefahren. Warum auch nicht, so viele Leute fahren sicherlich nicht mit dem Rad in den Urlaub. Wenn mit dem irgendwas passieren sollte, wäre das verschmerzbarer als bei meinem Polo. Aus 6:30 ist natrülich trotzdem nicht geworden, da die anderen, also mein Kumpel und unser Fahrdienst, Verspätung hatten. Letztendlich waren wir 7:45 Uhr am Flughafen, eigentlich viel zu spät. Aber die nette Dame am Checkin hat das dann doch noch alles so geregelt, dass wir den Flieger erwischen. Wir waren definitiv die Letzten, die eingestiegen sind…
In Bergamo waren es angenehme 7°C und herrlicher Sonnenschein. Nun noch 1h Busfahrt bis Milano und der erste Punkt unsere Reise war erreicht. Um ein Hotel hatte ich mich nicht so direkt gekümmert, sondern einfach mal zwei Adressen gesucht, wo wir dann hingehen wollten. Die erste lag ca. 200 m vom Bahnhof entfernt, ein sehr kleines Hotel. Ein Stern, also viel sollte man nicht erwarten, aber für eine Nacht sollte es schon gehen. Und wir hatten Glück, das letzte freie Zimmer konnten wir für eine Nacht haben. Aber auch wirklich nur für eine Nacht, denn am nächsten Tag war es schon reserviert. Nunja, sollte uns reichen, länger wollten wir eh nicht in Milano bleiben, immerhin waren wir im Sommer 2006 ja schonmal da. Was ja mehr oder weniger auch der Grund ist, dass wir jetzt wieder hin fahren, denn damals haben wir ja die drei Mädels aus Dresden kennengelernt von denen jetzt eine in Bologna und eine in Turin studieren. Ja, also das Zimmer war grade erst frei geworden und wurde erst noch geputzt. Der Hotelchef, der gewisse Ähnlichkeiten mit Robert de Niro hatte, brüllte also irgendwas auf Italienisch nach oben, keine Ahnung was, aber endete mit Pronto. Ist immer gut.
Milano selbst war nicht so sehr viel anders als vor eineinhalb Jahren. Der Dom ist fast fertig restauriert und wir konnten endlich auch die vordere Fassade sehen, wo beim letzten Mal noch eine große H&M-Werbung mit Madonna drauf hing. Überhaupt ist in Italien alles von irgendwelchen Firmen gesponsert. Die Schlittschuhbahn von Nivea-Hautcreme, das Karussell von Telecom-Italia, die Stadtpläne von ansässigen Firmen. Bei uns ist das längst nicht so schlimm. Da es in Italien die Geschenke zu Weihnachten traditionell erst am 6. Januar, also zu Heilige drei Könige, gibt war dort überall noch Weihnachtsmarkt und -stimmung. Da ich das hier irgendwie in diesem Jahr gar nicht so richtig genießen konnte, hab ich das dann dort nachgeholt. Viele Sehenswürdigkeiten haben wir uns diesmal in Milano nicht angesehen, sondern sind in zwei Museen gegangen. Die hatten Freitags kostenlosen Eintritt, war also richtig praktisch für uns. Als erstes in das Archäologische Stadtmuseum Mailand (sehr spannend was über die Stadtgeschichte zu erfahren, die schon vor Römerzeiten begann) und dann noch ins Naturhistorische Museum zu einer Dinosaurier Sonderausstellung. Dann war’s auch schon dunkel und wir sind zurück ins Hotel, haben was von unseren Reisevorräten gegessen und den ganzen Abend Zelda auf dem Handy von meinem Kumpel gezockt. Das ist sooo cool, das glaubt man gar nicht. Der hat in Internet einen Java-Gameboy-Emulator gefunden und der kann eben zum Beispiel auch Zelda emulieren “Oracle of Ages”.
Damit war der erste Tag dann auch schon vorbei, in der ersten Nacht im ersten Bett hab ich dann nicht ganz so viel geschlafen. Einerseits, weil es mitten in der Nacht verdammt kalt geworden ist und andererseits, weil ich eigentlich immer so eine Nacht brauche um mich an ein neues Bett zu gewöhnen.
Jetzt ist der Beitrag doch schon recht lang geworden und wenn ich noch merh schreibe, dann mag das wieder keiner lesen. Ich weiß ja, wie es mir dann immer geht. Deshalb gibt es den weiteren Reisebericht dann später.

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 3. Januar 2008 um 12:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Me abgelegt. Folgende Tags wurden dabei verwendet , , . Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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