Studieren macht einsam?!
So oder so ähnlich könnte man es formulieren.
Wenn ich durch meinen engeren Freundeskreis blicke, dann sind davon sicherlich 90% Single. Ich kenne ein Pärchen und nur eine Person, die noch mit jemanden zusammen ist, mit dem sie auch schon vor Beginn des Studiums zusammen war. Und auch da war es nicht immer einfach, wie ich weiß. Die anderen? Trennung auf Grund von Distanz, neuen Partnern, Affairen, weiß der Geier. Wie viele Beziehungen deshalb schon durch meine direkte Einwirkung beendet wurden? Von zweien weiß ich es sicher und beide Mädels sind seit dem Single. Zwischen uns ist es nicht geworden, ihr Freund hat es aber heruasgefunden und sie verlassen. Ist verständlich, ich wüsste auch nicht ob jemanden nach sowas noch vertrauen könnte. Gute Freundinnen, wo man glaubte, dass sie eigentliche eine stabile Beziehung hatten, waren plötzlich wieder zu haben. 400km sind eben kein Katzensprung und ohne Auto kann man sich nicht alle zwei oder drei Wochen sehen. Entfernung. Wohl der häufigste Grund für eine Trennung. Oft kommt dann noch was dazu, Eifersucht zum Beispiel. Und irgendwann hält die Beziehung das nicht mehr aus. Die Uni ist ein riesiger Beziehungsmarkt, aber die wirklich wahre Liebe scheint niemand so wirklich zu finden. Meine Mädels wechseln ihre “Freunde” so häufig wie die Bettwäsche. Über meine Ausflüge wisst ihr ja meist Bescheid.
Auch in meinem erweiterten Bekanntenkreis gibt es nicht so sehr viel mehr Paare. Meist vergeht keine Woche, ohne dass sich nicht wieder irgendwer von irgendwem trennt oder irgendjemand wieder was Neues am Start hat. Nur das Pärchen, das ich kenne, zwei wirklich gute Freunde, hat sich auch erst hier gefunden. Beide hatten davor diverse Affairen und Kurzzeitbeziehungen. Mittlerweile wohnen sie zusammen.
Aber dass das kein bayreuthspezifisches Problem ist zweigen mir Gespräche mit alten Schulfreunden und Freundinnen. Dort sieht es ähnlich aus, aber seltsamerweise nur bei denen, die studieren. Andere haben eine Ausbildung gemacht, haben nun Kinder und denken ans Heiraten. Wenn ich mit meinen Mädels rede, dann ist das in ihrem alten Freundeskreis ähnlich.
Auch in meinem näheren Bloggerumfeld lässt sich das beobachten. Ich werde keine Namen nennen, aber da kommt ihr sicherlich selbst drauf.
Woran liegt das? Geben sich Akademiker nicht so leicht zu frieden oder warten zu lange auf den richtigen Partner bis es zu spät ist? Oder macht studieren einfach einsam, weil keine Zeit mehr für den Partner bleibt?