Winterbier
Zur (Vor-)Weihnachtszeit treiben ja bekanntlich einige konsumanregende Marketingblüten ihr Unwesen. Eine unserer ansässigen Brauerein hat deshalb ein Winterbier kreiert, welches angeblich einen besonders weihnachtlichen Geschmack bieten soll.
Nach dem Cocktailmixen gestern (was übrigens sehr lustig und auch entsprechend alkoholhaltig war…) sind wir mehr oder weniger spontan noch einen Glühwein trinken gegangen, da ich schon den ganzen Abend unheimliche Lust darauf hatte. Seit letztem Wochenende steht auch das Bayreuther Winterdorf (”Haus vom Nikolaus”) wieder am alten Schloss, wo man nun bis Mitte Januar allabendlich Glühwein und andere leckere Dinge genießen kann. Unter anderem auch das besagte Winterbier. Also lag es recht nahe dort noch hinzugehen um einen Glühwein zu trinken. Was wir jedoch nicht bedacht haben war, dass auch das Nikohaus der bayerischen Biergartenverordnung unterliegt, also ab 23 Uhr kein Ausschank mehr erfolgen darf. So konnten wir wirklich nur grade so einen Glühwein bestellen und trinken, bevor so langsam alles dicht gemacht wurde. Das Winterbier hat mich aber schon gereizt…Was sollte daran anders schmecken? Also haben wir versucht zu zweit die Kassiererin zu belabern, dass sie doch extra für uns noch ein Bier rausrücken könnte und dass das doch nichts macht usw. Naja genützt hat es alles nichts, denn erweichen ließ sie sich einfach nicht, so dass wir nur noch den Pfand für unsere Glühweinbecher zurückbekommen haben.
[den nächsten Teil der Geschichte muss ich leider auslassen, denn an mein Winterbier bin ich natürlich doch noch gekommen, wenn auch auf einem nicht ganz koscherem Weg...]
Was jetzt aber so viel anders an dem Winterbier ist, hab ich nicht herausschmecken können. Ok, es ist ein wenig würziger, aber es schmeckt einfach nach Bier. Wer schonmal irgendein Festbier getrunken hat, kennt den Geschmack. Aber sicherlich verkauft sich Winterbier in der Weihnachtszeit marketingtechnisch besser als Festbier.