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Wenn ich nun schonmal in WÜ zu einer angenehmen Tageszeit war, also nicht mitten in der Nacht oder sonst wie früh am Morgen, hab ich die Gelegenheit auch gleich mal genutzt um mir die Stadt anzusehen. Die Freundin, mit der ich da war, hat sich zum Mittag mit einem Teil ihrer Familie getroffen, so dass ich sie da hingebracht hab und dann 1,5 Stunden Zeit hatte. Das Restaurant lag auch recht nah an der Innenstadt, so dass ich mein Auto dort parken konnte (sie war ja drinne, also warum sollte ich das woanders hinstellen) und zu Fuß in die Stadt gegangen bin. Das Wetter war zwar eigentlich mehr zum Drinnebleiben gemacht, kalt, naß und windig, aber das hat mich dann auch nicht mehr abgeschreckt, krank war ich eh schon. Zuerst war die Fürstbischöfliche Residenz dran, weil ich da einfach als erstes vorbei gekommen bin. Das Teil ist wirklich eindrucksvoll, auch wenn ich mich frage, wieso ein Bischof so ein riesiges Haus und Anwesen braucht. Von wegen Askese und so. Besonders der Park hat es mir angetan, ich denke da kann man sehr schöne Stunden verbringen, grade auch in dem Teil, der nicht so nah an der Residenz selbst liegt. Weiter ging es dann zum Käppele, einer Kirche auf einem der Berge rund um WÜ. Wie ich aber feststellen musste, ist der Weg dahin doch schon recht weit und besonders auch sehr anstrengend. Der Stationsweg, der den Berg hinauf führt, hat übrigens nach meiner Zählung 253 Stufen, allerdings beginnt er vll auf der Hälfte des Anstiegs. Oben angekommen hab ich die herrliche Aussicht über Würzburg genossen. Da merkt man halt doch, dass WÜ ein ganzes Stück größer ist als BT. Überhaupt bietet die Innenstadt an Nachtleben (ja, ich habs nach dem Heldenkonzert noch kurz ausprobiert) und Shoppinggelegenheiten viel mehr Möglichkeiten. Sogar noch wesentlich mehr als EF, das von der Größe her ungefähr vergleichbar ist. Nungut, vom Käppele wollte ich eigentlich noch auf die Würzburg Festung Marienberg, aber meine Uhr hat mir gesagt, dass ich für den Abstieg vom Käppele und dem Weg zurück zum Auto nur noch 30min hab, so dass ich mir es dann doch gespart hab die Festung noch zu erklimmen sondern lieber noch etwas gemütlicher durch die Stadt bin und mir den Dom angesehen hab. Der hat mich allerdings doch ein wenig enttäuscht, denn außer um den Altar herum, ist er ziemlich kahl. Was ich aber im allgemeinen sehr beeindruckend fand, war, dass die Stadt schon wieder so gut aufgebaut ist, denn WÜ hat es im zweiten Weltkrieg ja sehr heftig getroffen. Davon sieht man allerdings fast nichts mehr und es ergibt sich ein recht harmonisches Stadtbild. Sicherlich gibt es in der Innenstadt ein paar Häuser, denen man ganz klar ansieht, dass sie nach dem Krieg wieder erbaut wurden, ohne ins Stadtbild zu passen, aber dennoch merkt man es nur sehr wenig. In Erfurt (und soweit ich mich erinnere auch in Dresden und Berlin) fällt das alles viel mehr auf. Insgesamt gingen die 1,5h viel zu schnell rum und ich werd der Stadt sicherlich nochmal einen Besuch abstatten, denn alles gesehen hab ich noch lange nicht. Dafür war die Zeit leider viel zu knapp.
Zurück am Auto hab ich dann nochmal das würzburger Verkehrssystem erleben dürfen (damit hab ich zum und nach dem Konzert schon weniger lustige Erfahrungen gemacht), wozu ich mir aber jeden Kommentar erspare. Nur gut, dass ich kein einheimisches Nummernschild hatte, sonst wären einigen Sachen schon sehr peinlich gewesen… Gut angekommen sind wir in BT wieder, wobei ich aber bemerkt hab, dass mein rechtes Vorderlicht nicht mehr geht. Das werd ich mich dann wohl demnächst mal drum kümmern müssen.

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 25. Oktober 2007 um 18:57 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Me abgelegt. Folgende Tags wurden dabei verwendet , , . Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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