Schlafstörungen

Sicherlich eines der häufigsten Merkmale einer gedrückten Stimmung. Nomalerweise kann kommen was will, ich schlafe wie ein Stein. Nicht so diese Nacht. Gefühlte 4 Stunden hab ich wirklich geschlafen, wahrscheinlich werden es ein paar mehr sein, aber ich merke sie nicht. Ich wache mitten in der Nacht auf, meine Gedanken rasen augenblicklich in meinem Kopf kreuz und quer um sich dann an einem Punkt, bei ihr, zu konzentrieren. Das wird sich legen, aber dennoch wird es schwer werden morgen wieder nach BT zu kommen (momentan bin ich noch bei meinen Eltern, die ich seit Pfingsten nicht mehr besucht habe) und das Shirt in meinem Bett zu finden, das sie in unserer letzten gemeinsamen Nacht getragen hat. Große Betten wirken außerdem in solchen Momenten immer erst recht riesig und man fühlt sich verlassen und unendlich einsam. Dennoch will ich auch wieder nach BT zurück, denn dort hab ich die Leute, die mir vll ein wenig helfen können. Meine Mädels (auch wenn die erst in zwei Wochen wiederkommen), meine beste Freundin und meine Kumpels. Die haben mich bisher immer wieder aufgebaut. Ist ja nicht das erste Mal. Aber dadurch wird es nicht leichter, ich hab das Gefühl bei jeder frau einen Teil meines Selbst zu verlieren, einen Teil, den ich nicht wiederbekommen kann. Wie lange es dauert bis ich völlig leer bin? Es ist, wie wenn man auf einen jungen Baum klettert, der an einem Abgrund steht. Wenn man weit oben ist, sind die Äste zu dünn um einen zu tragen und man stürzt zwangsweise ab. Dann hat man zwei Möglichkeiten: Wenn man auf der richtgen Seite fällt landet man auf dem Vorsprung und holt sich nur ein paar Schrammen, die wieder vergehen. Fällt man aber auf der anderen Seite herunter, wird der Weg nach unten sehr lang, denn der Abgrund ist tief. Ich bin grade erst gefallen, die Äste sind erst eben unter meinen Füßen gebrochen und ich vermag noch nicht zu sehen auf welcher Seite ich landen werde.

Der Bericht über den zweiten Teil meines Praktikums kann ich momentan nicht schreiben, ich denke ihr versteht das. Ich kann nicht schreiben, wie schön diese Zeit war, wenn ich es grade nicht mehr fühlen kann. Sicherlich wäre das für euch interessanter als meine am Rande der Depression befindlichen Beiträge zu lesen, aber mir hilft es mehr mir den Frust, die Enttäuschung und die Sorgen von der Seele zu schreiben, als so zu tun als sei die Welt in Ordnung.

Der Beitrag wurde am Sonntag, den 9. September 2007 um 10:49 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Me abgelegt. Folgende Tags wurden dabei verwendet . Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

2 Reaktionen zu “Schlafstörungen”

  1. juliaL49 sagt:

    Kopf hoch! Du landest schon auf der richtigen Seite! Und deine Freunde helfen dir sicherlich weiter und heitern dich auf oder lenken dich ab oder was auch immer gerade am Besten für dich ist :-)
    Und lass dir hier Zeit, wenn du nicht willst. Das ist ja keine Verpflichtung!

  2. caesar sagt:

    Ja, Ablenkung und Aufheitung ist genau das, was ich jetzt brauche und dafür werden die richtigen Leute schon sorgen.
    Es ist ja nicht so, dass ich den Bericht über mein Praktikum nicht schreiben möchte, aber jetzt wird er wahrscheinlich nicht halb so gut, wie er sein könnte. Und das ist mir schon wichtig.